• AGB´s

Allgemeine Geschäftsbedingungen


   für Werkverträge über Heizungs-, Lüftungs-, Klima-, Sanitär und andere haustechnische Anlagen mit Verbrauchern
   Fassung des:
   BHKS - Bundesindustrieverband Heizungs-, Klima-, Sanitärtechnik/Technische Gebäudesysteme e. V.
   - (Stand: April 2009)
   TGC - Technische Gebäudeausrüstung Consulting GmbH
   Hinter Hoben 149
   53129 Bonn
 

I. Geltungsbereich
1. Die Vertragsgrundlage für diesen Auftrag bilden:

   a) die nachstehenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen
   b) die Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches über Werkverträge und ähnliche Verträge §§ 631 ff. in der bei Vertragsschluss gültigen Fassung.

   Sie werden schon jetzt auch für alle zukünftigen vertraglichen Beziehungen vereinbart.
   Allgemeine Geschäftsbedingungen des Auftraggebers gelten nur insoweit, als ihnen der Auftragnehmer ausdrücklich schriftlich oder in elektronischer Form zugestimmt hat.
   Schweigen des Auftragnehmers auf übersandte Allgemeine Geschäftsbedingungen des Auftraggebers gilt nicht als Zustimmung.

2. Für den Inhalt des Vertrages ist die Auftragsbestätigung des Auftragnehmers oder
   - soweit eine solche nicht vorliegt
   - dessen Angebot maßgebend.
   Nimmt der Auftraggeber ein Angebot des Auftragnehmers unter Änderung oder Erweiterung an,
   so richtet sich der Inhalt des Vertrages nach der Annahme des Auftragnehmers.

3. Alle zum Angebot gehörenden Unterlagen - wie z. B. Zeichnungen, Abbildungen, Gewichts- und Durchbruchsangaben usw.
   - sind, soweit nicht ausdrücklich auf Verlangen des Auftraggebers als verbindlich bezeichnet, nur annähernd maßgebend.
   Alle Eigentums- und Urheberrechte an dem Angebot und sämtlichen Unterlagen bleiben vorbehalten.
   Das Angebot und die Unterlagen dürfen ohne Genehmigung des Anbieters weder weitergegeben, veröffentlicht oder vervielfältigt,
   noch für einen anderen als den vereinbarten Zweck benutzt werden.

4. Das Angebot wird unter der Voraussetzung abgegeben, dass
   a) die beim Betrieb der Anlage verwendeten Medien (Wasser, Luft usw.) nicht aggressiv sind,
   b) bei der Durchführung der Arbeiten keine Gefahrstoffe im Sinne der Gefahrstoffverordnung auftreten oder zu beseitigen sind,
   die nicht in der Leistungsbeschreibung nach Art und Umfang ausdrücklich angegeben sind.



II. Bauvorlagen und behördliche Genehmigungen
   Der Auftraggeber beschafft auf seine Kosten rechtzeitig die für die Ausführung und den Betrieb der Anlage
   erforderlichen Genehmigungen.
   Ist der Auftragnehmer ihm dabei behilflich, so trägt der Auftraggeber auch die dadurch entstehenden Kosten.


III. Preise und Zahlungen
1. Die Preise des Angebots gelten nur bei Bestellung der gesamten Anlage.
   Sie verstehen sich zzgl. der Umsatzsteuer in der gesetzlich festgelegten Höhe (Leistungspreise).
   Erhöhungen des Umsatzsteuersatzes berechtigen den Auftragnehmer zu entsprechenden Preisanpassungen;
   dieses gilt nicht für Leistungen, die innerhalb von vier Monaten nach Vertragsabschluss erbracht werden sollen.

2. Sämtliche Nebenarbeiten (z. B. Maurer-, Stemm-, Putz-, Zimmermanns-, Erd-, Elektro-, Malerarbeiten)
   sind nicht im Angebot enthalten, sofern sie nicht in Positionen gesondert mit Menge und Preis aufgeführt sind.
   Falls sie vom Auftragnehmer ausgeführt werden, sind sie gesondert zu vergüten.

3. Montagen, die aus vom Auftragnehmer nicht zu vertretenden Gründen zusätzlich ausgeführt bzw. wiederholt werden,
   sind gesondert zu vergüten.

4. Wird die Montage aus Gründen, die der Auftragnehmer nicht zu vertreten hat, unterbrochen,
   werden die dadurch entstandenen Mehrkosten dem Auftraggeber berechnet.

5. Der Auftrag wird auf Grund eines Aufmasses zu den vereinbarten Einheitspreisen abgerechnet,
   wenn nicht ausdrücklich ein Pauschalpreis vereinbart ist.

6. Abschlagszahlungen sind auf Antrag in möglichst kurzen Zeitabständen oder zu den vereinbarten Zeitpunkten
   zu gewähren, und zwar in Höhe des Wertes der jeweils nachgewiesenen vertragsgemäßen Leistungen einschließlich
   des ausgewiesenen, darauf entfallenden Umsatzsteuerbetrages.
   Die Leistungen sind durch eine prüfbare Aufstellung nachzuweisen.
   Die Aufstellung muss eine rasche und sichere Beurteilung der Leistungen ermöglichen.
   Die Schlusszahlung ist zwei Wochen nach der Abnahme des Werkes zu entrichten.


IV. Eigentumsvorbehalt
   Der Auftragnehmer behält sich das Eigentum und das Verfügungsrecht an dem Liefergegenstand bis zum Eingang
   aller Zahlungen aus dem Vertrag vor.
   Soweit die Liefergegenstände wesentliche Bestandteile des Grundstücks geworden sind und der Auftraggeber Eigentümer
   des Grundstücks ist, verpflichtet sich dieser, bei Nichteinhaltung der vereinbarten Zahlungstermine dem Auftragnehmer
   die Demontage der Gegenstände, die ohne wesentliche Beeinträchtigung des Baukörpers ausgebaut werden können,
   zu gestatten und ihm das Eigentum an diesen Gegenständen zurück zu übertragen. Beeinträchtigt der Auftraggeber
   die vorgenannten Rechte des Auftragnehmers, so ist er diesem zum Schadensersatz verpflichtet.
   Die Demontage- und sonstigen Kosten gehen zu Lasten des Auftraggebers.
   Werden Liefergegenstände mit einem anderen Gegenstand fest verbunden, so überträgt der Auftraggeber,
   falls hierdurch Forderungen oder Miteigentum entstehen, seine Forderungen oder seine Miteigentumsrechte
   an dem neuen Gegenstand an den Auftragnehmer, und zwar in Höhe der Forderung des Auftragnehmers.
   Der Auftragnehmer verpflichtet sich, auf Verlangen des Auftraggebers Sicherheiten, die er auf Grund dieses Vertrages
   erlangt hat, freizugeben, soweit diese den Wert aller gesicherten Ansprüche des Auftragnehmers um mehr als 20 % übersteigen.


V. Montage, Ausführungsfrist und Hinweispflichten bei Schweißarbeiten
1. Ausführungsfristen sind rechtzeitig zu vereinbaren. Für den Montagebeginn ist Voraussetzung,
   dass die Arbeiten am Bau soweit fortgeschritten sind, dass die Montage ungehindert durchgeführt werden kann.
   Die Ausführungsfrist beginnt erst mit der endgültigen Festlegung aller kaufmännischen und technischen Voraussetzungen
   für die Ausführung der Anlage und nicht vor der Beibringung der vom Auftraggeber nach Nr. II zu beschaffenden
   Genehmigungen sowie nicht vor Eingang einer evtl. vereinbarten Anzahlung.

2. Bei Anfall von Schneid-, Schweiß-, Auftau und/oder Lötarbeiten hat der Auftragnehmer den Auftraggeber
   auf die damit verbundenen Gefahren hinzuweisen. Der Auftraggeber ist verpflichtet, den Auftragnehmer
   auf etwaige Gefahren (z. B Feuergefährlichkeit in Räumen oder von Materialien) aufmerksam zu machen und
   alle Sicherheitsmaßnahmen (z. B. Stellung von Brandwachen, Feuerlöschmaterialien usw.) zu treffen.

3. Soll bei besonders ungünstiger Witterung weitergearbeitet werden, so ist es Sache des Auftraggebers,
   die Voraussetzungen für den Fortgang der Arbeiten zu schaffen.


VI. Abnahme und Gefahrtragung
1. Der Auftragnehmer trägt die Gefahr bis zur Abnahme der Anlage.
   Wird jedoch die Anlage vor der Abnahme durch höhere Gewalt oder andere objektiv unabwendbare,
   vom Auftragnehmer nicht zu vertretende Umstände beschädigt oder zerstört, so hat er Anspruch auf Bezahlung
   der bisher ausgeführten Arbeiten sowie der sonstigen entstandenen Kosten.

2. Die vom Auftragnehmer errichtete Anlage ist nach Fertigstellung der Leistung abzunehmen,
   auch wenn die endgültige Einregulierung der Anlage noch nicht erfolgt ist. Besonders abzunehmen
   sind auf Verlangen in sich abgeschlossene Teile der Leistung. Eine Benutzung der Anlage vor Abnahme
   darf nur mit ausdrücklichem Einverständnis des Auftragnehmers erfolgen.
   Der Abnahme steht es gleich, wenn der Auftraggeber das Werk nicht innerhalb einer ihm vom Auftragnehmer
   bestimmten angemessenen Frist abnimmt, obwohl er dazu verpflichtet ist.

3. Während der probe weisen Inbetriebnahme wird das Bedienungspersonal des Auftraggebers vom Auftragnehmer
   in der Bedienung der Anlage unterwiesen.


VII. Mängelansprüche
   Die Rechte des Auftraggebers ergeben sich aus § 634 BGB.
   Die Verjährungsfrist für Mängelansprüche beträgt ein Jahr, soweit es sich bei den erbrachten Leistungen
   nicht um Arbeiten bei einem Bauwerk handelt.
   In diesem Fall gelten die gesetzlichen Fristen.


VIII. Haftung
   Im Falle einfacher Fahrlässigkeit, nicht jedoch grober Fahrlässigkeit und Vorsatz, ist der Schadensersatz
   des Auftraggebers auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
   Der Auftragnehmer haftet jedoch unbegrenzt bei einer Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit
   des Auftraggebers, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des Auftragnehmers oder
   einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung seiner gesetzlichen Vertreter oder seiner
   Erfüllungsgehilfen beruht.